6 effektive Wege, aus einem Tief herauszukommen

Manchmal stecke ich in einem kleinen Tief. Oder ich bin gerade demotiviert und frage mich nach dem Sinn von dem, was ich gerade tue. Ich habe solche Phasen öfter. Das kann mit Projekten zu tun haben, an denen ich gerade arbeite. Manchmal ist es aber auch eine Familiensituation. Durchaus hinterfrage ich aber auch einmal meinen Lebensweg im Ganzen. Ich habe verschiedene Wege, dort wieder rauszukommen und möchte sie dir in diesem Beitrag vorstellen.

1. Power dich aus!

Egal mit welchen unerwünschten Emotionen ich gerade zu kämpfen habe, Sport hilft immer! Am besten ist es, wenn ich mich dabei mal so richtig verausgabe. Entweder gehe ich laufen und lege unterwegs mal einen Sprint hin bis mir dermaßen die Puste ausgeht, dass ich an gar nicht anderes mehr denken kann als zu atmen. Oder ich mache einfach mal so lange Liegestütze, bis meine Arme zittern und ich nicht mehr vom Boden hochkomme. Zu Studienzeiten gab es im Gemeinschaftsraum meiner Studentenbude einen Boxsack. Der wurde in Prüfungsphasen fast täglich durch uns genutzt! Einfach mal ein paar Minuten draufloszuprügeln bis zur totalen Erschöpfung bläst das Gehirn regelrecht frei!

Egal, welche Sportart es für dich ist, wichtig dabei ist, dass du dich wirklich kurz aber intensiv bis zur völligen Erschöpfung verausgabst. Wirkt Wunder. Und ist ganz nebenbei auch noch gut für deine Fitness.

2. Bewege dich an der frischen Luft!

Besonders Menschen, die im Büro oder von zu Hause aus arbeiten, brauchen mal Abwechslung und frische Luft. Geh einfach mal an die frische Luft. Vielleicht wolltest du sowieso etwas einkaufen gehen oder etwas zur Post bringen. Nutze die Gelegenheit für einen kurzen Spaziergang oder eine kleine Radtour. Moderate Bewegung an der frischen Luft lässt dich tief durchatmen und mal kurz alle Sorgen vergessen.
Je nachdem, wie es dir beruflich möglich ist, mache es während des Tages. Alternativ geht das auch abends. Statt dich geschafft und niedergeschlagen auf die Couch oder gleich ins Bett zu legen, geh nochmal raus. Du wirst dich danach besser fühlen.

3. Sei sozial!

Manchmal möchte ich einfach nur für mich allein sein und schotte mich ab. Ich bleibe in der Wohnung, treffe mich mit niemandem, telefoniere und texte nicht und will einfach nur meine Ruhe. Gerade dann ist es wichtig, mich aufzuraffen und zu zwingen, den Fokus mal von mir weg und hin zu anderen zu lenken. Am besten sind natürlich Menschen, die ich mag und die mir wichtig sind. Manche bringen mich zum Lachen, andere haben interessante Ideen und ab und zu ist es sogar hilfreich, sich mit den Problemen anderer auseinanderzusetzen. Vielleicht braucht ein Freund mal meine Meinung. Mir hilft es ungemein, meine eigenen Probleme kurz zu vergessen und mich mit meinem Gegenüber auseinanderzusetzen. Danach fühle ich mich meistens besser. Und ich habe jemand anderem noch etwas Gutes getan.

4. Lenke dich ab!

Ich mag es, jede Minute meines Tages produktiv zu nutzen. Selbst wenn ich mal nichts weiter zu tun habe, will ich zumindest ein gutes Buch lesen, irgendetwas aufräumen oder mich einem Hobby widmen, um meine Zeit „effektiv“ zu nutzen. Wenn ich gerade mit mir hadere und in einem Tief stecke, dann hilft es mir manchmal, einfach alle Viere gerade sein zu lassen und „nichts“ zu tun. Dann mache ich mir vielleicht einfach was zu essen und surfe etwas ziellos im Internet. Oder ich schaue einen Film (am besten „raus“ und im Kino amüsieren). Oder ich nutze die Zeit für irgendwas anderes aus dieser Liste wie z.B. Sport, mit Freunden treffen oder frische Luft. Wobei hier der Fokus auf der stressfreien Ablenkung liegt und nicht auf „So, ich gehe jetzt produktiv mit meiner Lage um und bewege mich.“ Für mich ist es wichtig, auch mal nicht produktiv zu sein.

5. Sei kreativ!

Wenn ich in einem Tief stecke, dann drehen sich meine Gedanken oft im Kreis und ich hänge förmlich fest. Oft muss ich dann einfach mal meine Synapsen auf eine vollkommen andere Art feuern lassen. Eine Variante dazu ist es, kreativ zu sein. Das kann für jeden etwas anderes sein. Für mich ist es im Moment das Schreiben. Entweder ich schreibe am Computer, z.B. einen neuen Blogbeitrag wie diesen. Oder ich arbeite an einem eigenen Buch. Oder ich schreibe einfach nur wild drauf los, ohne Ziel, ähnlich wie ein Tagebuch. Aber auch per Hand zu schreiben, wirkt bei mir Wunder. Ich arbeite gerade daran, meine Handschrift zu verbessern und interessiere mich für Kalligraphie. Dann suche ich mir einzelne Wörter aus (z.B. „Freiheit“) und fange an, dieses Wort in verschiedenen Varianten immer und immer wieder niederzuschreiben. Das beruhigt und ist fast schon meditativ. Und meine Handschrift wird dadurch auch noch besser.

6. Höre und mache Musik!

Stimmungen können durch Musik verstärkt werden. Wenn du traurig bist und dazu traurige Musik hörst, wirst du noch trauriger. Musik wirkt aber auch in die gegensätzliche Richtung. Wenn du traurig bist und dir Gute-Laune-Musik anmachst, dann bist du vielleicht nicht von jetzt auf gleich super drauf, aber deine Laune verbessert sich zumindest erheblich. Welche Art von Musik ist dabei weniger wichtig, Hauptsache sie gefällt dir und macht dir gute Laune.

Spielst du ein Instrument, ist das noch besser. Ich probiere mich gerade wieder an der Gitarre. Auch wenn ich nicht wirklich gut darin bin, hat es einen sehr positiven Effekt auf meine Laune, einfach mal ein wenig darauf rumzuklimpern. Manchmal spiele ich auch frei erfundene Melodien, die mir gerade in den Sinn kommen. Das klingt nicht immer schön, aber ich bin zumindest kreativ und komme auf andere Gedanken.

Trommeln fetzt übrigens auch! Das ist ähnlich wie die Geschichte mit dem Boxsack. Einfach mal draufloshämmern und wilde Rhythmen schlagen. Ich habe dazu eine kleine Bongotrommel zu Hause.

Spielst du kein Instrument, dann schaff dir vielleicht auch einfach eine kleine Trommel an. Oder probiere mal eine Klavier-App auf dem Smartphone oder Tablet aus. Aber mache etwas.

Das sind die für mich wirkungsvollsten Methoden, mich aus einem Tief rauszuholen. Was kannst du empfehlen? Funktioniert einiges davon bei dir nicht? Warum? Was machst du stattdessen? Oder was machst du zusätzlich? Berichte mir gerne davon in einem Kommentar!

Manchmal hilft es auch, etwas mehr Struktur in seinen Tag zu bringen. Hast du z. B. schon einmal ein Morgenritual probiert? Hier erfährst du mehr dazu.

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