Das befreiende Morgenritual – Mein erfolgreicher Start in den Tag

Seit Jahren probiere ich verschiedene Morgenrituale aus. Erfolgreich ist es dann, wenn es mich freier macht. Was es damit auf sich hat und wie meine ganz persönliche Routine momentan aussieht, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Ein Morgenritual soll dich, deinen Körper und deinen Geist optimal auf den bevorstehenden Tag vorbereiten. Vor allem in Büchern über Karriere, Erfolg und Persönlichkeitsentwicklung wird viel darüber geschrieben. Aber auch im Bereich des Yoga, unter Kreativen wie Autoren und Musikern aber auch unter Sportlern ist das Thema sehr beliebt. Alle erfolgreichen Menschen in welchen Bereichen auch immer haben irgendeine Art Morgenritual.

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Ein Ritual im Allgemeinen (völlig egal ob morgens, abends oder jährlich) hat dabei einen ganz wesentlichen Vorteil: machst du es lange genug, passiert es automatisch. Du denkst nicht darüber nach. Ein Ritual ist wie Zähneputzen: Du fragst dich nicht jeden Tag aufs Neue, ob du deine Zähne putzen solltest oder nicht, du tust es einfach. Keine Diskussion.

Das Morgenritual beginnt schon vor dem Aufwachen. Die Dauer und Qualität deines Schlafes, die Uhrzeit des Aufstehens und die Art des Weckens können schon große Auswirkungen auf deine Energie während des Tages haben.

Ich umreiße mal zwei Extrembeispiele:

1.) Du isst vor dem Schlafengehen noch schnell eine richtig schwere, fettige Mahlzeit. Weil du noch um die Häuser gezogen bist, gehst du erst sehr spät schlafen. Die Fenster in deinem Schlafzimmer sind geschlossen. Weil Wochenende ist, schläfst du aus und wachst gegen mittag auf. Vom Essen des Vorabends ist dein Magen gedehnt und du verspürst sofort Hunger. Noch im Bett checkst du deine E-Mails und Social-Media-Kanäle. Schlaftrunken schleppst du dich in die Küche für den ersten Kaffee. Danach gibt’s erstmal ein süßes Frühstück und du lässt dich nebenbei vom Radio informieren über aktuelle Wirtschaftskrisen, Kriege, Verbrechen, diverse Tiergrippen, das schlechte Wetter und die Tatsache, dass bald wieder Montag ist. Parallel textest du ein wenig und surfst auf dem Smartphone im Internet herum. Nach der dritten Tasse Kaffee fühlst du dich so langsam bereit, die zweite Tageshälfte anzugehen.

2.) Du hast schon ein paar Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr gegessen, weil du dich tagsüber bereits ausreichend ernährt hast. Dein Tag war produktiv und nun bist du müde, liest aber noch ein paar Seiten in einem schönen Buch bevor dir die Augen zufallen. Obwohl Wochenende ist, stellst du dir den Wecker so, dass du nach deiner persönlichen optimalen Schlafdauer mit einem sanften Ton geweckt wirst. Du trinkst ein großes Glas Wasser und machst du ein paar leichte Dehn- und Kräftigungsübungen, um in Schwung zu kommen. Vitalisiert gehst du ins Bad und nach einer erfrischenden Heiß-Kalt-Dusche machst du dir ein ausgewogenes Frühstück. Dabei genießt du die morgendliche Stille und überlegst dir, was du an diesem Tag machen willst. Du bist voller Energie und weil du so früh aufgestanden bist, hast du noch den kompletten Tag dieses wunderbaren Wochenendes vor dir.

 

Ich denke, auch ohne ausgiebige Erklärung erkennst du, welche Variante dir gut tun könnte. Das waren lediglich zwei Beispiel und ich möchte an dieser Stelle keine der einzelnen Tätigkeiten verteufeln. Es kommt mir einfach auf das Gesamtkonzept an.

Was deinen Tagesstart am besten unterstützt:

Wasser trinken
Durch Schwitzen und Atmung hast du nachts ordentlich Flüssigkeit verloren. Wenn du das als allererstes ausgleichst, erweckst du dein Verdauungssystem und hilfst deinem Körper gleichzeitig überschüssige Giftstoffe „hinunterzuspülen“.
Bewegung (Yoga, Laufen, Krafttraining)
Dein Kreislauf kommt in Schwung und die Durchblutung wird gefördert. Du fühlst dich auch ohne Kaffee wach, regst deinen Stoffwechsel an und hast den ganzen Tag ein gutes Gefühl, weil du bereits morgens etwas für deine Fitness getan hast.
Meditieren
Gönne deinem Geist noch etwas aktive Ruhe, bevor du ihn der Informationsflut des Alltags aussetzt. Gleichzeitig traininerst du damit dein Konzentrationsvermögen.
Kalt duschen
Kurbelt ebenfalls Kreislauf und Durchblutung an. Stärkt dabei auch noch dein Immunsystem.
Gesundes Frühstück
Gibt dir ausreichend Energie für den Tag, physisch und mental. Ein vollwertiges Frühstück wirkt außerdem gegen Heißhunger am Abend.
Lesen und Schreiben
Ein gutes Buch und ein paar selbstgeschriebene Zeilen fördern deine Kreativität. Selbst wenn du kein Autor bist, profitierst du davon in allen Lebenslagen.
Ziele visualisieren und Tagesablauf planen
Wenn du deinen Tag strukturierst, schaffst du mehr Dinge in weniger Zeit. Dadurch bist du produktiver und hast gleichzeitig mehr Freizeit.

Diese Killer deines optimalen Starts in den Tag solltest du vermeiden:

Frühstücksfernsehen
Vermeide die Volksverdummung am Morgen. Fernsehen macht dich bloß passiv und dein Geist sollte erwachen statt abzuschalten.
E-Mails, Social Media, Internet
Du wirst den ganzen Tag damit bombardiert. Gönne dir am Morgen etwas Ruhe. Außerdem bleibt es selten beim Nachschauen. Du fängst an, zu antworten, zu recherchieren und verlierst dich in wilden Aufgaben. Was ist dir wichtiger: Fokus auf deinen Tagesstart oder Partybilder von Freunden anzuschauen und sich von einem Katzenvideo zum nächsten „funny picture“ zu klicken?
Stress und Hektik
Der Alltag versorgt dich ohnehin mit ausreichend unvorhergesehenen Ereignissen und du hetzt von einem Termin zum nächsten. Auch morgens nimmst du dir lieber etwas Zeit, statt so viel wie möglich in dein Ritual zu quetschen
Nachrichten lesen
Willst du deinen Geist wirklich als erstes mit Krieg, Katastrophen, Verbrechen, Terror, Börsencrash und Co. füttern? Mach dir lieber einen inspirierenden Podcast an.

Ich empfehle dir, dein eigenes Morgenritual zu entwickeln. Folgende Vorteile erwarten dich:

  • Du hast mehr Energie.
  • Du bist wacher.
  • Du bist leistungsfähiger.
  • Du bist kreativer.
  • Du hast mehr vom Tag.
  • Du lebst gesünder.
  • Du bist produktiver.
  • Du fühlst dich besser.

So ungefähr sieht mein Morgenritual aus:

06.00 Uhr:  Aufstehen, 500 ml Wasser trinken, Toilette
06.10 Uhr:  kurzes Yogaprogramm (z.B. drei Runden Sonnengruß)
06.20 Uhr:  Meditieren
06.45 Uhr:  Frühstück (meistens Müsli mit Obst, Nüssen, Yoghurt), dabei 10 Ideen aufschreiben
07.15 Uhr:  Schreiben (Blogartikel oder Buch), dabei Kaffee trinken
08.30 Uhr:  inspirierende Blogs lesen, E-Mails bearbeiten
09.00 Uhr:  Termine, Projekte, Alltag

So verbringe ich bereits drei Stunden nur für mich und habe schon einiges geschafft. Wenn ich keine weiteren Termine habe, kommt es auch mal vor, dass ich die Zeit vergesse und bis zum nächsten Hunger durchschreibe. So kann ich schon beim Mittagessen feststellen, dass ich einen erfolgreichen Tag hatte.

Mein Smartphone ist im Flugmodus, so werde ich nicht abgelenkt, kann aber trotzdem meine To-Do-App nutzen, um meinen Tag zu planen. Frühestens 09.00 Uhr schalte ich es ein, um nicht schon vorher durch Texte, E-Mails und Nachrichten in einen Sog zu geraten. Auch das Internet am Computer bleibt bis 08.30 Uhr ausgeschaltet, um mich voll und ganz auf Output zu konzentrieren bevor ich die ersten Blogs und E-Mails lese.

Je nachdem, wie dein Leben aussieht, kann sich dein Morgenritual auch stark von anderen unterscheiden. Bist du selbständig oder Angestellter? Treibst du grundsätzlich viel Sport? Interessierst du dich für Yoga, Meditation und Co.? Bist du ein Frühaufsteher oder Langschläfer? All das und noch mehr lässt dich unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Wichtig ist lediglich nur, dass dir dein Morgen gut tut und dass dein Ritual besser ist als kein Ritual. Probier es einfach mal aus. Am besten fängst du klein an. Suche dir eine Sache, die du ausprobieren möchtest und mache sie eine Woche lang jeden Morgen. Ist das nicht dein Ding, probier eine andere Sache aus. Gib dir aber immer mindestens eine Woche. Gefällt dir etwas, mache es weiter und füge eine zweite Routine für eine Woche hinzu. Probiere so verschiedene Tätigkeiten aus, lade dir aber nicht zu viel auf. Dein Morgenritual soll dich schließlich entspannt in den Tag starten lassen und nicht unter Druck setzen.

Hast du bereits ein Morgenritual? Oder bist du gerade dabei, ein paar Sachen auszuprobieren? Erzähle mir mehr davon und schreib mir einen Kommentar dazu!

Wie du dein Leben außerdem noch mit kleinen Veränderungen einfach optimieren kannst, erfährst du in diesem Artikel.

5 Kommentare

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